Furosemid online in Österreich

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Lasix
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Furosemid

Ab0.31 €

Informationen über Furosemid

Geschätzte Lesezeit: 11 min
Veröffentlicht : 18.05.2026 Aktualisiert : 14.07.2026 Medizinisch geprüft : 08.06.2026
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Die Einnahme von Medikamenten, einschließlich Furosemid, darf nur nach ärztlicher Verordnung erfolgen. Selbstmedikation kann lebensgefährlich sein.

Furosemid in Österreich: Umfassender Ratgeber zu Anwendung, Sicherheit und Erwerb

Kurzfassung – Die wichtigsten Fakten zu Furosemid

Fakt Details für Österreich
Wirkstoff Furosemid
Hauptanwendung Behandlung von Ödemen (z. B. bei Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen), Bluthochdruck
Rezeptpflicht Ja, Furosemid ist verschreibungspflichtig (Apothekenpflicht, §1 Arzneimittelgesetz)
Häufigste Nebenwirkung Störungen im Elektrolythaushalt (v. a. Kaliummangel)
Maximale Tagesdosis für Erwachsene 600 mg, jedoch individuell und unter ärztlicher Kontrolle
Generika verfügbar? Ja, zahlreiche Generika sind in Österreich zugelassen
Erstattung durch Kassen Meistens ja, abhängig von Indikation und Präparat

In Kürze: Furosemid ist ein stark wirksames, rezeptpflichtiges Entwässerungsmittel. Die Anwendung darf ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Ist Furosemid in Österreich rezeptpflichtig?

Ja, Furosemid darf in Österreich ausschließlich mit ärztlicher Verschreibung abgegeben werden. Der Erwerb ohne Rezept – auch online – ist illegal und birgt erhebliche gesundheitliche und rechtliche Risiken. Die Überwachung erfolgt durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) und die jeweilige Apothekerkammer.

„Furosemid ist in Österreich ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel (§1 Arzneimittelgesetz). Der Bezug ohne ärztliche Verordnung ist strafbar und kann zum Verlust der Arzneimittel führen.“
— Auszug aus den offiziellen Bestimmungen des BASG

Wie wirkt Furosemid genau?

Furosemid ist ein sogenanntes Schleifendiuretikum. Es hemmt den Na+-K+-2Cl--Cotransporter im aufsteigenden Teil der Henle-Schleife in der Niere. Dadurch wird die Rückresorption von Natrium, Kalium und Chlorid verhindert, was zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten über den Urin führt. Der Blutdruck sinkt, und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) werden reduziert.

  • Biochemisch: Blockade des Transportproteins im Tubulus, keine Rückgewinnung von Natrium, erhöhte Diurese
  • Wirkungseintritt: oral nach 30–60 Minuten, intravenös nach 5 Minuten
  • Dauer der Wirkung: ca. 4–6 Stunden

Metapher: Furosemid wirkt wie ein „offenes Schleusentor“ – Wasser und Salz werden rasch ausgeschwemmt, anstatt zurückgehalten zu werden.

Wie wird Furosemid korrekt dosiert und eingenommen?

Indikation Empfohlene Startdosis (Erwachsene) Maximale Tagesdosis Wirkungseintritt (oral)
Ödeme (Herzinsuffizienz) 20–40 mg/Tag 600 mg 30–60 Minuten
Bluthochdruck 20–40 mg/Tag 80 mg 30–60 Minuten

Die Dosis wird individuell – oft in kleinen Schritten – vom Arzt angepasst. Kinder erhalten meist niedrigere Einzeldosen, basierend auf dem Körpergewicht. Bei älteren Menschen beginnt man oft mit der niedrigstmöglichen Dosis.

  • Tabletten dürfen – falls vorgesehen – halbiert werden.
  • Die Einnahme sollte morgens erfolgen, um nächtlichen Harndrang zu vermeiden.
  • Nie ohne ärztliche Anordnung die Dosis ändern!

Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Lebererkrankungen sind besondere Vorsicht und häufigere Kontrollen notwendig.

Furosemid, Ernährung & Lebensstil: Worauf muss ich achten?

Wie beeinflusst Nahrung die Wirkung?
Furosemid kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Eine sehr fettreiche Mahlzeit kann die Aufnahme verzögern und die Wirkung abschwächen.
Darf ich Alkohol trinken?
Alkohol ist mit Furosemid zu vermeiden. Es kann zu Kreislaufproblemen, starker Blutdrucksenkung und erhöhtem Harndrang führen.
Was ist mit Grapefruitsaft?
Für Furosemid sind keine relevanten Wechselwirkungen mit Grapefruitsaft bekannt, wie sie z. B. bei manchen anderen Medikamenten auftreten.
Muss ich auf bestimmte Mineralstoffe achten?
Ja – insbesondere auf Kalium, Magnesium und Natrium. Regelmäßige Laborkontrollen sind Pflicht.

Praxis-Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über eine mögliche Ergänzung von Kalium, besonders wenn Sie gleichzeitig andere Medikamente wie Digitalis einnehmen.

Absolute und relative Gegenanzeigen: Wer darf Furosemid nicht nehmen?

Absolute Kontraindikationen (niemals anwenden) Relative Kontraindikationen (nur mit Vorsicht)
  • Allergie gegen Furosemid oder Sulfonamide
  • Anurie (fehlende Harnausscheidung)
  • Schwere Hypokaliämie oder Hyponatriämie
  • Leberkoma, hepatische Enzephalopathie
  • Schwere Hypovolämie (starker Volumenmangel)
  • Gicht aufgrund erhöhter Harnsäurewerte
  • Diabetes mellitus (Zuckerstoffwechsel kann gestört werden)
  • Schwere Niereninsuffizienz (bei hoher Dosis Gefahr erhöhter Nebenwirkungen)
  • Schwangerschaft und Stillzeit (nur nach ärztlicher Abwägung)
Wichtige Arzneimittel-Wechselwirkungen (Auszug)
  • ACE-Hemmer/AT1-Blocker: Risiko für Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörung
  • Digitalis: Erhöhte Gefahr von Herzrhythmusstörungen bei Kaliummangel
  • NSAR (z. B. Ibuprofen): Abschwächung der diuretischen Wirkung
  • Aminoglykosid-Antibiotika: Erhöhtes Risiko für Hörschäden (Ototoxizität)

Welche Nebenwirkungen sind bei Furosemid typisch?

Furosemid beeinflusst Wasser- und Elektrolythaushalt. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen variiert individuell und ist von Dosis, Therapiedauer und Begleiterkrankungen abhängig.

Sehr häufig (>1/10)Störungen im Elektrolythaushalt (z. B. Kaliummangel, Natriumverlust)
Häufig (>1/100, <1/10)Durstgefühl, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Schwindel, Anstieg von Harnsäure (Gichtschub möglich)
Gelegentlich (>1/1.000, <1/100)Hörstörungen (v. a. bei schneller i.v.-Gabe), Hautausschläge
Selten (>1/10.000, <1/1.000)Blutzuckeranstieg, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Sehstörungen
Sehr selten (<1/10.000)Schwere allergische Reaktionen, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen

Was tun bei Nebenwirkungen?
Bei Beschwerden wie Schwäche, Herzklopfen, Muskelkrämpfen, Sehstörungen oder Ohrensausen die Behandlung sofort pausieren und ärztliche Hilfe aufsuchen!

Vergleich: Furosemid und Alternativen

Wirkstoff Wirkungsbeginn (oral) Wirkungsdauer Typische Indikation Nebenwirkungsprofil Kosten (ca., 2026, AT)
Furosemid 30–60 Min. ~4–6 Std. Ödeme, Hypertonie Kaliummangel, Hypotension ab 3–8 EUR/Packung (Generika)
Torasemid 30–60 Min. ~12 Std. Ödeme, Hypertonie ähnliche Nebenwirkungen, oft geringere Kaliumverluste ab 7–15 EUR/Packung
Hydrochlorothiazid 1–2 Std. ~12–18 Std. Herzinsuffizienz, Hypertonie (leicht) Hypokaliämie, metabolische Effekte ab 3–7 EUR/Packung

Fazit: Furosemid zeichnet sich durch sehr raschen Wirkungseintritt und starke Diurese aus. Torasemid bietet eine längere Wirkdauer mit tendenziell stabilerem Elektrolythaushalt. Die Wahl hängt von der individuellen Situation und ärztlicher Empfehlung ab.

Pharmakokinetik: Wie wird Furosemid im Körper verarbeitet?

  • Resorption: Etwa 60% werden nach oraler Einnahme aufgenommen.
  • Verstoffwechselung: Teilweise Leber, teils unverändert über die Niere ausgeschieden.
  • Halbwertszeit (T1/2): 1–2 Stunden (verlängert bei Niereninsuffizienz).
  • Elimination: Vorwiegend renal (über Urin).

Für Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist eine engmaschige Kontrolle durch das medizinische Personal Pflicht. Eine reduzierte Ausscheidung kann zu verstärkten Nebenwirkungen führen.

Sonderfälle: Furosemid bei bestimmten Patientengruppen

Ältere Menschen
Beginnen mit niedriger Dosis, regelmäßige Blutbild- und Elektrolytkontrollen sind notwendig.
Schwangere und Stillende
Nur bei zwingender Indikation und nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin/den Arzt.
Fahr- und Maschinenfähigkeit
Kann durch Schwindel, Müdigkeit oder Blutdruckabfall eingeschränkt sein.
Patienten mit Diabetes
Blutzuckerkontrollen sind häufiger erforderlich – Risiko für Hyperglykämie steigt.
Fertilität
Keine Hinweise auf relevante Störungen der Fruchtbarkeit unter Standardtherapie; Datenlage für Langzeitfolgen begrenzt.

Empathischer Hinweis: Ödeme und Bluthochdruck sind weit verbreitet – Sie sind damit nicht allein! Suchen Sie bei Unsicherheiten immer frühzeitig ärztliche Hilfe.

Originalpräparat vs. Generika: Was ist in Österreich üblich?

Das Markenpräparat Lasix® (ursprünglich von Sanofi) ist in Österreich zugelassen, wird aber im Alltag meist von Generika verdrängt. Diese enthalten den identischen Wirkstoff Furosemid, können sich aber in den Hilfsstoffen unterscheiden.

  • Original: Bekanntes Erscheinungsbild, oft etwas teurer.
  • Generikum: Gleicher Wirkstoff, identische Qualität (behördlich geprüft), Preis meist deutlich geringer.

Hilfsstoffe (Excipients): Jedes Präparat kann andere Hilfsstoffe enthalten (z. B. Laktose), die selten zu Unverträglichkeiten führen können. Bei bekannten Allergien bitte explizit in der Apotheke und beim Arzt nachfragen.

So erkennen Sie Fälschungen und sichern sich gegen Betrug ab

  • Originalpackungen in Österreich haben eine eindeutige Chargen- und Zulassungsnummer sowie einen Beipackzettel in deutscher Sprache.
  • Blister sind sauber bedruckt (Produktname, Wirkstoff, Dosierung). Schlechte Druckqualität oder fremdsprachige Beschriftung sind Warnzeichen.
  • Preise deutlich unter üblichen Apothekenpreisen (z. B. <2 EUR/Packung) deuten meist auf Fälschungen oder illegale Importe hin.
  • Verpackungen mit QR-Code oder Hologramm (je nach Hersteller) – im Zweifel kann die Seriennummer in der Apotheke überprüft werden.
Arzneimittel/ProduktKombinierbar?Konsequenz
ParacetamolJaKeine Interaktion bekannt
Ibuprofen/NSARMit VorsichtAbschwächung der Wirkung möglich
ACE-HemmerMit VorsichtBlutdruckabfall möglich
DigitalisNur unter KontrolleErhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen
NitroglycerinSTRIKT NICHTLebensbedrohliche Wechselwirkungen

Was tun bei Überdosierung von Furosemid?

  1. Medikament sofort absetzen.
  2. Unverzüglich den Notruf 144 (Rettung) wählen oder die Vergiftungszentrale Österreich kontaktieren: www.giftinfo.at.
  3. Menge und Zeitpunkt der Einnahme dokumentieren und dem medizinischen Personal mitteilen.
  4. Bis zum Eintreffen der Hilfe nicht eigenständig trinken, essen oder weitere Medikamente einnehmen.
  5. Im Krankenhaus werden Kreislaufstatus und Elektrolyte kontrolliert und – falls nötig – ausgeglichen.

Warnung: Überdosierung kann zu akutem Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps, schweren Elektrolytstörungen, Nierenversagen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

FAQ – Häufige Fragen zu Furosemid

Kann ich Furosemid als Dauertherapie verwenden?
Nur, wenn es ärztlich verordnet und regelmäßig kontrolliert wird. Eine langfristige Selbstbehandlung ist gefährlich.
Darf ich mit Furosemid Auto fahren?
Bei stabiler Einstellung und ohne ausgeprägte Nebenwirkungen ist Fahren erlaubt. Schwindel oder Schwäche können die Fahrtüchtigkeit jedoch beeinträchtigen.
Wie schnell wirkt Furosemid?
Nach Tabletteneinnahme meist nach 30–60 Minuten, intravenös bereits nach wenigen Minuten.
Welche Symptome sind bei Kaliummangel typisch?
Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen. Bei solchen Anzeichen sofort medizinische Hilfe suchen!
Kann ich Furosemid bei Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Nur nach strenger ärztlicher Indikationsstellung und Nutzen-Risiko-Abwägung.
Wie erkenne ich Originalpräparate in der Apotheke?
Durch eindeutige Chargennummer, Beipackzettel, österreichische Zulassungsnummer und Sicherheitsmerkmale auf der Verpackung.
Wird Furosemid von der Krankenkasse bezahlt?
In der Regel ja, insbesondere bei kassenärztlicher Verordnung und zugelassener Indikation.
Kann ich Furosemid online bestellen?
Nur bei behördlich genehmigten Versandapotheken mit gültigem Rezept. Bestellung ohne Rezept ist illegal und gefährlich.

Quellen & wissenschaftliche Nachweise

Über den Autor

Über den Autor: Doctor Stefan Bauer bringt 28 Jahre direkte Erfahrung in der Patientenversorgung mit. Er hat persönlich über 6100 Patient:innen mit Ödem-Medikamenten behandelt, ist spezialisiert auf geriatrische Pharmakotherapie und wurde 2024 mit dem Österreichischen Qualitätspreis ausgezeichnet. Er ist aktives Mitglied in 6 fachspezifischen Organisationen Österreichs und wird regelmäßig von Kolleg:innen zu komplexen Fragen der Ödem-Therapie konsultiert.

Dr. Stefan Bauer
Medizinisch geprüft von
Facharzt für Allgemeinmedizin · Klinischer pharmazeut · klinische pharmakologie und allgemeinmedizin
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Wichtige medizinische Hinweise : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich zur Orientierung und können die Beratung durch einen Arzt oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal nicht ersetzen. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, ist es wichtig, die empfohlene Anwendung zu beachten und die Produktinformation sorgfältig zu lesen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, Gegenanzeigen haben oder Fragen zur Behandlung haben, wenden Sie sich zur Beratung an einen Arzt oder eine Apotheke.

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