Paroxetin online in Österreich

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Paxil
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Paroxetin

Ab0.54 €

Informationen über Paroxetin

Geschätzte Lesezeit: 12 min
Veröffentlicht : 03.06.2026 Aktualisiert : 06.07.2026 Medizinisch geprüft : 16.06.2026
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken. Die Einnahme von Medikamenten, einschließlich Paroxetin, ist nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt zulässig. Selbstmedikation kann lebensgefährlich sein.

Kann ich Paroxetin in Österreich ohne Rezept bekommen?

Nein, Paroxetin ist in Österreich verschreibungspflichtig. Sie dürfen dieses Arzneimittel ausschließlich mit gültigem Rezept von einer zur Verschreibung berechtigten Ärztin bzw. einem Arzt beziehen. Der Erwerb ohne Rezept ist illegal und mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Online-"Angebote" ohne Rezept sind oftmals Fälschungen.

Schnelle Übersicht: Was Sie über Paroxetin wissen müssen

  • Wirkstoff: Paroxetin
  • Anwendungsgebiete: Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, posttraumatische Belastungsstörung
  • Rezeptpflicht: Ja, ausschließlich mit ärztlichem Rezept in Österreich
  • Beginn der Wirkung: Meist innerhalb von 1–2 Wochen, voller Effekt nach 4–6 Wochen
  • Häufigste Nebenwirkungen: Übelkeit, Schlafstörungen, Mundtrockenheit, sexuelle Funktionsstörungen
  • Preis (Stand 2026, Österreich): ca. 0,50–1,20 € pro Tablette (je nach Präparat und Packungsgröße, teilweise von der Krankenkasse erstattungsfähig)

Wie wirkt Paroxetin im Körper?

Paroxetin ist ein sogenannter selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es hemmt gezielt die Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin an den präsynaptischen Nervenzellen im Gehirn. Dadurch bleibt mehr Serotonin im synaptischen Spalt verfügbar, was als entscheidend für die stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung gilt.

Biochemisch gesehen blockiert Paroxetin den Serotonintransporter (SERT), ohne nennenswert auf andere Neurotransmittersysteme wie Noradrenalin oder Dopamin zu wirken. Es beeinflusst weder die Monoaminoxidase (MAO) noch den Histamin-, Acetylcholin- oder Adrenalinspiegel in relevantem Ausmaß.

Vereinfacht gesagt: Paroxetin sorgt dafür, dass das „Glückshormon“ Serotonin länger zwischen den Nervenzellen wirkt, statt rasch wieder aufgenommen zu werden.

Die Wirkung tritt meist nicht sofort ein, sondern entwickelt sich allmählich über mehrere Wochen. Eine direkte Verstärkung der Stimmung am ersten Tag ist ein verbreiteter Irrglaube.

Aktuelle Studien (z. B. PubMed, 2024) bestätigen die Wirksamkeit und Sicherheit bei Depressionen und Angststörungen, wobei individuelle Unterschiede im Ansprechen bestehen.

Expertinnenkommentar von Dr. Julia Hofer

In meiner täglichen Praxis sehe ich oft, dass Patientinnen und Patienten erwarten, nach wenigen Tagen eine deutliche Aufhellung der Stimmung zu verspüren. Das führt manchmal zu Frustration oder vorzeitigem Absetzen – was sogar kontraproduktiv sein kann. Ein häufiger Fehler ist zudem, dass Menschen die Einnahme nach Besserung einfach beenden, ohne Rücksprache mit uns Ärztinnen. Dabei ist eine schrittweise Reduktion („Ausschleichen“) unter Supervision zentral, um Absetzsymptome zu vermeiden. Ich empfehle immer, bei Unsicherheiten oder ungewöhnlichen Nebenwirkungen rasch Kontakt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt aufzunehmen. Seriöse Information, Geduld und regelmäßige Kontrolle sind der Schlüssel zu einer sicheren Behandlung.

Wie wird Paroxetin korrekt eingenommen?

IndikationStartdosis (Erwachsene)ErhaltungsdosisMaximaldosis
Depression20 mg morgens20–40 mg/Tag50 mg/Tag
Panikstörung10 mg morgens20–40 mg/Tag60 mg/Tag
Angst & Zwangsstörung20 mg morgens20–40 mg/Tag60 mg/Tag
  • Einnahme: Am besten morgens, unabhängig von den Mahlzeiten (bei starker Müdigkeit evtl. abends; unbedingt ärztlich abklären!).
  • Tabletten dürfen nicht immer geteilt oder zerdrückt werden – bitte Packungsbeilage beachten oder die Apotheke fragen. Bei Retard-Formulierungen: niemals zerkleinern!
  • Wirkungseintritt: Meist erste Effekte nach ca. 1–2 Wochen, voller Nutzen nach 4–6 Wochen.
  • Absetzen: Immer ausschleichend, nie abrupt! Risiko für Absetzsyndrom.
  • Besondere Patientengruppen: Bei älteren Menschen oder Leber-/Nierenerkrankungen ist oft eine geringere Anfangsdosis und eine vorsichtige Dosisanpassung nötig.

Was ist bei Essen, Alkohol und Lebensstil zu beachten?

Fettige Mahlzeiten:
Beeinflussen die Aufnahme kaum. Paroxetin kann unabhängig vom Essen eingenommen werden.
Alkohol:
Strikte Empfehlung: Alkohol möglichst meiden. Auch kleine Mengen können die zentralnervösen Nebenwirkungen (z. B. Müdigkeit, Schwindel) verstärken. Es besteht ein erhöhtes Unfallrisiko.
Fazit: Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet.
Grapefruitsaft:
Keine relevanten Wechselwirkungen bekannt; jedoch können andere Medikamente betroffen sein.
Koffein:
Keine direkte Wechselwirkung, aber Koffein kann Unruhe oder Schlaflosigkeit, die als Nebenwirkung auftreten, noch verstärken.
Mythos vs. Realität:
Mythos: „Paroxetin verträgt sich problemlos mit Alkohol.“
Realität: Bereits geringe Mengen Alkohol können unerwartet stark mit Paroxetin wechselwirken und die Wirkung unvorhersehbar beeinflussen.

Absolute und relative Gegenanzeigen bei Paroxetin

GegenanzeigeKategorieErklärung
Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (z. B. Tranylcypromin) Absolut Lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom
Bekannte Überempfindlichkeit gegen Paroxetin oder Hilfsstoffe Absolut Allergische Reaktionen möglich
Unbehandelte Epilepsie Relativ Erhöhtes Risiko für Anfälle
Schwere Leber- oder Niereninsuffizienz Relativ Verlangsamte Ausscheidung, erhöhte Nebenwirkungen
Schwangerschaft und Stillzeit Relativ Nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung; Risiko für Fehlbildungen/Absetzsyndrom beim Neugeborenen
Herzerkrankungen, QT-Verlängerung Relativ Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme anderer das QT-Intervall beeinflussender Medikamente

Wichtiger Hinweis: Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall sollte Paroxetin nur unter enger ärztlicher Kontrolle und ggf. erst nach Wochen eingesetzt werden.

Welche Nebenwirkungen sind bei Paroxetin möglich?

  • Sehr häufig (>1/10): Übelkeit, Mundtrockenheit, Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen, sexuelle Funktionsstörungen (Libidoverlust, Ejakulationsstörung), Schlaflosigkeit oder Benommenheit.
  • Häufig (>1/100 bis <1/10): Appetitlosigkeit, Gewichtsveränderung, Zittern, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Durchfall oder Verstopfung, Angst, Nervosität, Herzklopfen.
  • Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100): Blutdruckschwankungen, allergische Reaktionen, Hautausschlag, Muskelzuckungen, ungewöhnliche Blutungen (Nasenbluten etc.).
  • Selten (>1/10.000 bis <1/1.000): Krampfanfälle, Halluzinationen, Leberfunktionsstörungen, niedriger Natriumspiegel (Hyponatriämie), schwere Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sehr selten (<1/10.000): Serotonin-Syndrom (lebensbedrohlich!), malignes neuroleptisches Syndrom, schwere Herzrhythmusstörungen.

Mechanismus: Die meisten Nebenwirkungen entstehen durch die Wirkung auf das zentrale Serotoninsystem und die Hemmung anderer Neurotransmitter wird kaum beobachtet. Sexuelle Störungen sind Folge der erhöhten Serotoninwirkung im limbischen System.

Was tun bei Nebenwirkungen?
Leichte Nebenwirkungen bessern sich häufig innerhalb weniger Tage. Bei schweren Symptomen (Atemnot, starke Hautreaktionen, Krampfanfälle, Verwirrtheit, Suizidgedanken) bitte sofort ärztliche Notfallnummer 144 wählen oder ins nächste Krankenhaus in Wien, Graz, Linz oder der jeweiligen Stadt fahren.

Typische Fehler bei Paroxetin – Beobachtet von Dr. Julia Hofer

  • Zu frühes Absetzen nach Besserung: Viele denken, die Depression sei „geheilt“ und setzen das Medikament ohne ärztliche Rücksprache ab. Folge: Rückfall oder Absetzsyndrom mit Unruhe, Schwindel, grippeähnlichen Beschwerden. Lösung: Immer ausschleichend und unter ärztlicher Kontrolle beenden!
  • Unregelmäßige Einnahme: Vergessene Dosen oder Einnahme „nach Gefühl“ führen zu ungleichmäßigen Wirkspiegeln, was die Effektivität mindert und Nebenwirkungen begünstigt. Lösung: Feste Tageszeit, ggf. Erinnerungs-App nutzen.
  • Kombination mit nicht abgesprochenen Medikamenten oder pflanzlichen Mitteln (z. B. Johanniskraut): Gefahr des Serotonin-Syndroms oder Wechselwirkungen. Lösung: Jede Änderung mit der Ärztin absprechen.
  • Vorzeitiges eigenständiges Erhöhen der Dosis: Im Glauben, schneller Wirkung zu erzielen, werden Dosen eigenmächtig gesteigert. Das kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Lösung: Nie ohne ärztliche Anweisung dosieren!
  • Alkoholkonsum während der Einnahme: Die Nebenwirkungen werden verstärkt, das Unfallrisiko steigt. Lösung: Am besten komplett auf Alkohol verzichten.

Vergleich: Paroxetin und Alternativen in Österreich

PräparatAnwendungsbereicheWirkungseintrittHäufigste NebenwirkungPreis pro Tablette (€)
Paroxetin Depression, Angst, Zwang 1–2 Wochen (voll nach 4–6) Sexuelle Funktionsstörung, Übelkeit 0,50–1,20
Sertralin Depression, Angst, Zwang, PTSD 1–2 Wochen (voll nach 4–6) Durchfall, Schlaflosigkeit 0,45–1,10
Citalopram Depression, Angst 1–2 Wochen (voll nach 4–6) Müdigkeit, Schwitzen 0,40–1,00
Escitalopram Depression, Angst 1–2 Wochen (voll nach 4–6) Schläfrigkeit, Kopfschmerzen 0,65–1,40

Paroxetin ist im Vergleich zu anderen SSRIs etwas häufiger mit sexuellen Störungen verbunden. Sertralin wird bei gleichzeitiger Herz-Kreislauf-Erkrankung und in der Schwangerschaft häufig bevorzugt. Preislich liegen alle genannten Präparate ähnlich – teilweise übernimmt die gesetzliche Krankenkasse (ÖGK, SVS) die Kosten.

Häufige Fragen an Dr. Julia Hofer – aus der Praxis

Wie lange muss ich Paroxetin einnehmen, bis es wirkt?
Meist verspüren Sie nach 7–14 Tagen eine erste Besserung. Die volle Wirkung tritt aber oft erst nach 4 bis 6 Wochen ein. Geduld ist wichtig!
Was passiert, wenn ich eine Tablette vergesse?
Nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich nach, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Einnahme. Niemals die doppelte Menge einnehmen!
Kann ich Paroxetin zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen?
Im Einzelfall ja, aber Wechselwirkungen sind möglich (insb. mit MAO-Hemmern, anderen Antidepressiva, Schmerzmitteln). Bitte immer die Ärztin informieren!
Gibt es ein Abhängigkeitspotenzial?
Paroxetin macht physisch nicht süchtig wie Benzodiazepine, dennoch kann ein abruptes Absetzen zu Entzugssymptomen führen. Deshalb immer ausschleichen.
Ist Paroxetin für ältere Menschen geeignet?
Prinzipiell ja, aber es ist eine niedrigere Anfangsdosis und engmaschige Kontrolle nötig, da ältere Menschen empfindlicher auf Nebenwirkungen reagieren.
Darf ich während der Therapie Auto fahren?
Anfangs und bei Dosisanpassungen kann die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Fahren Sie nur, wenn Sie sich sicher fühlen. Im Zweifel lieber abwarten!
Kann ich Paroxetin während der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung. Es gibt Risiken für das Kind, daher immer mit der Ärztin individuell besprechen.

Steckbrief Paroxetin – Tabelle

ParameterWert
WirkstoffParoxetin
ArzneimittelklasseSSRI (Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)
IndikationenDepressionen, Angst-, Zwangs- und Panikstörungen
Dosierung10–60 mg/Tag
Wirkungseintritt1–2 Wochen (voll nach 4–6 Wochen)
Halbwertszeitca. 21 Stunden
Metabolisierungüber die Leber (v. a. CYP2D6)
Ausscheidungüber Niere (Urin) & Stuhl
Verfügbarkeit in ÖsterreichVerschreibungspflichtig, in Apotheken erhältlich
ErstattungsfähigkeitTeilweise Kassenleistung (ÖGK, SVS etc.)
Preis (2026)0,50–1,20 € pro Tablette

So erhalten Sie Paroxetin legal in Österreich: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ärztliche Beratung: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Hausärztin, einem Facharzt für Psychiatrie oder einer Telemedizin-Plattform (z. B. in Wien, Graz, Linz oder österreichweit).
  2. Diagnostik: Nach ausführlicher Anamnese und ggf. Diagnosetests wird festgestellt, ob Paroxetin sinnvoll ist.
  3. Ausstellung des Rezepts: Bei Indikation stellt die Ärztin ein Rezept aus (seit 2024 meist elektronisch über das e-Rezept-System in Österreich).
  4. Einlösen des Rezepts: Sie können das Medikament in jeder öffentlichen Apotheke unter Vorlage der e-Card beziehen.
  5. Alternative: Online-Apotheke – Nur über zertifizierte österreichische Anbieter mit dem offiziellen EU-Logo (grünes Kreuz). Rezept muss hochgeladen werden.
  6. Keine Selbstmedikation! Erwerb über ausländische oder nicht zertifizierte Online-Anbieter ist illegal und riskant.

Legalität und Sicherheitsaspekte beim Online-Kauf in Österreich

Wichtig: Ein Erwerb von Paroxetin ohne gültiges Rezept ist in Österreich illegal und bringt strafrechtliche sowie gesundheitliche Risiken mit sich. Beim Bezug über das Internet achten Sie immer auf das EU-Sicherheitslogo (grünes Kreuz) auf zertifizierten österreichischen Online-Apotheken (siehe BASG).

  • Risiken bei nicht zertifizierten Anbietern: Fälschungen, unterdosierte Präparate, gefährliche Beimengungen, keine Qualitätskontrolle, mögliche Beschlagnahmung beim Zoll.
  • Vorteile der Apotheke vor Ort: Gewährleistung der Echtheit, Beratung durch Fachpersonal, Rückgabe- und Umtauschmöglichkeiten gemäß österreichischem Arzneimittelgesetz.
  • Telemedizin: Seit 2025 bieten viele Kassenärztinnen Videokonsultationen zur Ausstellung von Rezepten an – insbesondere in ländlichen Regionen eine Erleichterung.

Original, Generikum oder Fälschung – Wie kann ich Paroxetin sicher erkennen?

  1. Optik der Verpackung: Originalpräparate und Generika enthalten Hersteller-, Chargen- und Zulassungsnummer, meist ein österreichisches Apotheken-Etikett, klare Schrift und ggf. ein QR-Code oder ein Hologramm zur Echtheitsprüfung.
  2. Blister: Tabletten sind gleichmäßig geformt, farblich konsistent, mit Prägung/Gravur und in versiegelten Alu-Blistern verpackt. Keine losen Tabletten!
  3. Hinweis zu Generika: Seit Patentablauf gibt es viele zugelassene Generika (z. B. Paroxetin Sandoz, ratiopharm, Accord). Qualität, Wirkung und Sicherheit sind gemäß EMA und BASG gleichwertig zum Original. Unterschiede können nur in Hilfsstoffen (z. B. Laktose) bestehen – bei Allergien bitte Ärztin oder Apotheker informieren.
  4. Warnzeichen für Fälschungen: Ungewöhnlich niedriger Preis, fehlende Packungsbeilage in Deutsch, abweichende Tablettenform/-farbe, keine österreichische Apothekenkennzeichnung, fehlendes EU-Sicherheitslogo.
Gut zu wissen: Generika sind die preiswerte, gleichwertige Alternative zum Original. Sie sparen Geld und erhalten in Österreich geprüfte Qualität.

Kompatibilitätscheck: Paroxetin und andere Medikamente/Produkte

Produkt/MedikamentKombinierbar?Erklärung/Risiko
MAO-Hemmer (Tranylcypromin, Selegilin)NEINGefahr des Serotoninsyndroms (lebensbedrohlich!)
JohanniskrautNEINVerstärkte Nebenwirkungen, Serotoninsyndrom möglich
Paracetamol, IbuprofenJAIm Regelfall unproblematisch
Blutverdünner (Warfarin)Mit VorsichtVerstärkte Blutungsneigung möglich
Antipsychotika (z. B. Haloperidol)Mit VorsichtQT-Verlängerung möglich
AlkoholBesser vermeidenVerstärkte zentrale Nebenwirkungen, Unfallgefahr
GrapefruitsaftJAKeine direkte Interaktion

Was tun, wenn Paroxetin nicht wirkt?

Wird nach 4–6 Wochen keine Wirkung verspürt, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Dosisanpassung: Eine langsame Dosiserhöhung kann nötig sein, aber ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle.
  • Präparatewechsel: Manche sprechen auf einen anderen SSRI oder eine andere Wirkstoffgruppe (z. B. SNRI) besser an.
  • Psychotherapie ergänzen: Bei vielen psychischen Leiden verbessert die Kombination aus Medikament und Psychotherapie die Erfolgschancen deutlich.
  • Organische Ursachen klären: Blutuntersuchungen, andere Erkrankungen oder Medikamenteninteraktionen prüfen.

Bitte niemals eigenmächtig die Medikation anpassen oder absetzen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Überdosierung: Was ist zu tun?

  1. Sofort Einnahme beenden!
  2. Notruf 144 wählen (österreichische Rettung) und mitteilen, welches Medikament in welcher Dosis genommen wurde.
  3. Packung bereithalten, falls verfügbar – dies hilft dem medizinischen Personal.
  4. Nicht auf eigene Faust erbrechen! Spezialisten werden entscheiden, wie vorzugehen ist (z. B. Überwachung, ggf. Magenspülung, Kohlegabe).
  5. Symptome einer Überdosierung: Erbrechen, Zittern, Unruhe, Krampfanfälle, Herzrasen, Verwirrtheit, Ohnmacht.

Schnelle Hilfe kann schwerwiegende Folgen verhindern!

Psychologische Unterstützung & Empathie

Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sind in Österreich häufiger als viele denken – Sie sind nicht allein. Bereits der Schritt, sich Hilfe zu suchen, ist mutig und richtig. Medikamente wie Paroxetin können Symptome lindern, aber oft ist auch das Gespräch mit einer Psychotherapeutin oder einem Berater wichtig. Tauschen Sie sich mit Ihrer Familie oder engen Freunden aus – gemeinsam ist der Weg leichter.

Fachliche Einschätzung von Dr. Julia Hofer

Aus meiner Sicht profitieren vor allem Menschen mit mittelgradigen bis schweren Depressionen, Angsterkrankungen oder Zwangsstörungen von einer Paroxetin-Therapie. Besonders wirksam ist es bei Patient:innen, bei denen andere SSRIs Nebenwirkungen verursachen oder nicht ausreichend wirken. Allerdings sollte der Einsatz wohlüberlegt erfolgen – gerade weil Nebenwirkungen wie sexuelle Funktionsstörungen und Gewichtszunahme nicht selten sind. Für ältere Menschen oder bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen prüfe ich individuell, ob ein Alternativpräparat geeigneter ist (z. B. Sertralin). Nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Psychotherapie sollten parallel immer mitbedacht werden. Am wichtigsten ist das offene Gespräch über Ängste, Erwartungen und mögliche Risiken – so lassen sich Therapieziele realistisch einschätzen und die Sicherheit wird maximiert.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Paroxetin?
Erste Verbesserungen sind nach etwa 1–2 Wochen zu erwarten, die volle Wirkung tritt meist nach 4 bis 6 Wochen ein.
Brauche ich in Österreich ein Rezept für Paroxetin?
Ja. Paroxetin ist verschreibungspflichtig und darf nur mit gültigem Rezept bezogen werden.
Ist Paroxetin auch als Generikum erhältlich?
Ja, zahlreiche Generika sind in Österreich zugelassen. Diese sind gleichwertig zum Original und meist günstiger.
Wer übernimmt die Kosten für Paroxetin?
Bei medizinischer Notwendigkeit werden die Kosten teilweise von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet.
Kann ich Paroxetin online kaufen?
Nur bei zertifizierten österreichischen Online-Apotheken und mit gültigem Rezept – alles andere ist illegal und riskant.
Was mache ich bei starken Nebenwirkungen?
Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt in Verbindung oder wählen Sie bei schweren Symptomen die Notfallnummer 144.
Macht Paroxetin abhängig?
Im klassischen Sinn nein, aber ein plötzliches Absetzen kann zu Absetzsymptomen führen. Immer ausschleichen!
Darf ich Paroxetin in der Schwangerschaft nehmen?
Nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung durch die Ärztin – es bestehen Risiken für das Kind.

Quellen & Literatur

  1. Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). https://www.basg.gv.at/
  2. European Medicines Agency (EMA). https://www.ema.europa.eu/
  3. Produktinformation Paroxetin Accord, Stand 2026. Offizielle Herstellerangabe.
  4. PubMed, aktuelle Studien zu Paroxetin (2024): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
  5. Mayo Clinic, Drug Information Paroxetine. https://www.mayoclinic.org/
  6. Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP): https://www.oegpp.at/
  7. WHO Model List of Essential Medicines. https://www.who.int/

Fazit: Paroxetin ist in Österreich ein bewährtes, aber verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen. Selbstmedikation oder Bezug aus unsicheren Quellen gefährden Ihre Gesundheit. Die Therapie sollte immer unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder eine Fachapotheke.

Dr. Julia Hofer
Medizinisch geprüft von
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie · Fachärztin für psychiatrie und psychische gesundheit
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Wichtige medizinische Hinweise : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich zur Orientierung und können die Beratung durch einen Arzt oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal nicht ersetzen. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, ist es wichtig, die empfohlene Anwendung zu beachten und die Produktinformation sorgfältig zu lesen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, Gegenanzeigen haben oder Fragen zur Behandlung haben, wenden Sie sich zur Beratung an einen Arzt oder eine Apotheke.

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